15.01.2019

Tagesordnungspunkt 3 „Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstandes“

Der Verein von Belegschaftsaktionären in der Siemens AG, e.V. stellt folgenden Antrag:
Dem Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser wird die Entlastung verweigert.

Begründung:

30.12.2018

Der Siemensvorstandsvorsitzende Joe Kaeser sagte auf der Analysten-Konferenz zum Geschäftsjahresergebnis für 2018, dass alle ambitionierten Ziele erreicht worden seien: Das operative Ergebnis ist ohne Personalstrukturierungen um 2% gestiegen und die Ergebnismarge des industriellen Geschäfts beträgt 11,3%. Uns Belegschaftsaktionäre erfreut dieses Geschäftsergebnis und ganz besonders das 2-stellige Wachstum in den meisten unserer Geschäftsfelder. Das sind Kennzahlen eines gesunden, florierenden Unternehmens!

Der Vorstand des Vereins von Belegschaftsaktionären in der Siemens AG, e.V. wünscht Ihnen allen ein geruhsames Fest, schöne Feiertage, ein bisschen Ruhe vom Alltag und einen Guten Start in das neue Jahr 2019! 

Der bisherige Vereinsvorstand wurde in allen Funktionen einstimmig für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt.

Die Firma erhält zum 1.4.2019 eine neue Holding-Struktur:

  • Operating Companies:
    • Gas and Power: 71.000 MA, 21 Mrd € Umsatz; HQ in Houston Texas
    • Smart Infrastructure: 71.000 MA, 14 Mrd € Umsatz; HQ in Zug Schweiz
    • Digital Industries: 78.000 MA, 14 Mrd € Umsatz; HQ in Nürnberg
  • Strategic Companies:
    • Siemens Alstom: 65.000 MA, 16 Mrd € Umsatz; HQ in Paris
    • Siemens Gamesa: 23.000 MA, 9 Mrd € Umsatz; HQ in Zamudio Spanien
    • Siemens Healthineers: 50.000 MA, 13 Mrd € Umsatz; HQ in Erlangen
  • Service Companies (Real Estate, Financial Services, Global Business Services)
  • Corporate Development (CT, kleinere Unternehmen wie z.B. Airport Logistics)

Die Mitgliederversammlung hat beschlossen, dass der Verein von Belegschaftsaktionären künftig auch die Aktienstimmen der Mehrheitsbeteiligungen vertritt (strategische Companies).

21.11.2018

 

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

der 1994 gegründete Verein von Belegschaftsaktionären in der Siemens AG sendet herzliche Grüße nach Berlin zur Betriebsräteversammlung und wünscht ein gutes Gelingen.

Obwohl die meisten Vorstandsmitglieder im Verein IG-Metallmitglieder sind und der Verein mit Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung ins Leben gerufen wurde, wird uns abermals der Zugang zu euch verwehrt. Gerne würden wir euch unsere Arbeit im persönlichen Gespräch vorstellen.

Dem Verein wird diffus eine „ablehnende Haltung gegenüber GBR und IGM“ vorgeworfen. Wie sich diese ablehnende Haltung zeigt, wurde bis dato nicht erläutert. Wer sich für das Thema genauer interessiert, kann unser Flugblatt zur Betriebsräteversammlung 2017 hier lesen.

Wir sind jedoch der Meinung, dass Belegschaftsaktionäre organisatorisch unabhängig von GBR und IG-Metall sein müssen, weil Gewerkschaft und Betriebsräte Player der Mitbestimmung sind. Im Rahmen der Mitbestimmung ist es notwendig, Kompromisse zu schließen und diese werden zu Recht auch erwartet. Belegschaftsaktionäre haben als Stimmensammelbecken mehr Freiheiten: Sie können beispielsweise die Vision 2020+ kritisieren, selbst wenn Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat im Rahmen notwendiger Kompromisse zugestimmt haben. Diese Unabhängigkeit wird zu Unrecht als Gegnerschaft zu IGM und GBR ausgelegt.

Nun sagen die Kolleginnen und Kollegen des von IGM und GBR gegründeten Vereins WfS, dass sie ebenfalls unabhängig sind, was wir wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Es stellt sich dabei allerdings die Frage, warum unsere Unabhängigkeit als Gegnerschaft interpretiert wird und jene des neugegründeten Vereins nicht.

Dank einer guten Mitarbeiterbeteiligung in der Siemens AG haben wir ein gewichtiges Stimmenpotential. Dieses für die Interessen der Mitarbeiter zu nutzen, sollte das Ziel sein. Mit Ausgrenzung und Hegemonieansprüchen wird das jedoch nicht gelingen!

 

Der Verein von Belegschaftsaktionären in der Siemens AG bietet allen Beschäftigten und insbesondere den Betriebsräten eine intensive Zusammenarbeit an. Schreibt uns, bringt euch in die Diskussionen ein, wir freuen uns.

Signatur Vorstand

   
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