16.01.2020

Ausgerechnet Australien erzeugt rund 15 t CO2 pro Einwohner, also 50% mehr als ein Einwohner in Deutschland und kommt also bei 25 Mio. Einwohnern auf rund 375 Mio. t CO2 pro Jahr. Hinzu kommt bei einem Bevölkerungswachstum von 1,5 % pro Jahr (Bevölkerungswachstum ist auch in Bezug auf CO2 nachteilig, gilt aber als Tabuthema, da dieses Wachstum überwiegend in den sog. Entwicklungsländern stattfindet, ein diesbezüglicher Vorwurf aber als Rassismus gedeutet werden kann) rund 5,6 Mio. t COpro Jahr.

Australien ist größter Kohleexporteur der Welt und hat auch beim Flüssiggas eine Spitzenstellung. Zudem liefert es rund 11 % der Steinkohle für die deutschen Kohlekraftwerke. Dies alles war selbstverständlich Mobility bzw. dem Siemenskonzern bekannt, als es darum ging, Eisenbahn-Signaltechnik für die Erschließung der Carmichael-Kohlemine in Australien zu liefern.

Das Geschäft rechnet sich und was ist mit der Nachhaltigkeit? Ist Nachhaltigkeit eine willkommene Worthülse hinter der gilt: Geschäft wie bisher? Wenn nicht, dann stellt sich die Frage, wie Mobility das CO2-Problem (max. 170 Mio. t pro Jahr durch die Verbrennung der geförderten Kohle) oder die Gefahren für das Great Barrier Reef (Weltnaturerbe) berücksichtigt hat.

Wenn sich diese Frage nicht gestellt hat: Wie handelt Mobility bzw. der Siemenskonzern in Zukunft und zwar so, dass die Entscheidungen verantwortungsvoll, transparent und nachvollziehbar sind?


Jürgen-Helmut Schulz

 

   
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