28.03.2019

Der Verein der Belegschaftsaktionäre hat eine Pressemitteilung zur Renaissance großer Gasturbinen herausgegeben.


Politische Fehlentwicklungen haben dazu geführt, dass moderne Gaskraftwerke wie Irsching aus Kostengründen als „Kaltreserve“ abgeschaltet sind. (1) (2)
Infolgedessen brach die Nachfrage nach großen Gasturbinen dramatisch ein. Mit dem Ausscheiden von Michael Süß aus dem Vorstand der Siemens AG haben große Gasturbinen einen wuchtigen Fürsprecher verloren und es herrschte die Meinung vor, dass vorwiegend kleine Gasturbinen zur Stabilisierung des „Zappelstroms“ aus erneuerbaren Energieträgern gebraucht würden.

Der Verein von Belegschaftsaktionären in der Siemens AG, der heuer sein 25-jähriges Bestehen feiert, hat das anders gesehen: Große Gasturbinen im Verbund mit Dampfturbinen (GuD-Kraftwerke) weisen Wirkungsgrade von derzeit etwa 65% auf (ohne weitere Nutzung der Abwärme). Zudem setzen sie nur etwa ein Drittel des COvergleichbarer Kohlekraftwerke frei. Auf der letzten Hauptversammlung haben die Belegschaftsaktionäre die CO2-Einsparungen am Beispiel von Irsching vorgerechnet. Die beiden jüngsten Gas-und Dampf-Blöcke in Irsching (GuD) würden jährlich 4,4 Millionen Tonnen COeinsparen, wenn man sie anstelle von Kohlekraftwerken betreiben würde. (3)

Siemens scheint nicht mehr an eine Zukunft großer Gasturbinen (H-Klasse) zu glauben, weil dramatische Einschnitte vorwiegend die Profitabilität dieses Geschäftsfeldes sichern sollen. Einige Länder, darunter China, lösen die Frage der CO2-Vermeidung pragmatisch und ersetzen Kohlekraftwerke durch deutlich sauberere Gaskraftwerke. Die Partnerschaft mit der China United Heavy-Duty Gas Turbine Company (UGTC) soll eine langjährige Zusammenarbeit etablieren, von der beide Seiten profitieren. Wenn es gelingt, den weltweiten Markanteil in gemeinsamen Projekten zu nutzen, sehen die Belegschaftsaktionäre durchaus Perspektiven für Entwicklung und Fertigung auch bei Siemens. Wichtig für die künftige Marktausschöpfung ist, dass Siemens die Bedeutung der H-Klasse erkennt und diese Partnerschaft mit Knowhow-Aufbau und Innovationen begleitet. Dadurch erhält eine wertvolle Technologie die Chance, jenseits kurzfristiger Margeninteressen weiterentwickelt zu werden. Wertvoll ist diese Technologie wegen ihrer Energieeffizienz, so dass sie eine herausragende Rolle bei der Reduzierung der CO2-Emissionen spielen wird. (4)


Mit freundlichen Grüßen

Signatur Vorstand

Verein von Belegschaftsaktionären in der Siemens AG, e.V.
c/o Ernst Koether, Bäckerstr. 37, 81241 München,
Telefon: 089/89670229, Fax: 03212/1239263,
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
WEB: https://www.unsereaktien.de/

 

in der Pressemitteilung erwähnte Links
(1) State and Trends of Carbon Pricing 2018
(2) BROWN TO GREEN - THE G20 TRANSITION TO A LOW-CARBON ECONOMY | 2018
(3) unser Redebeitrag auf der Siemens HV 2019
(4) Position der Belegschaftsaktionäre

   
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