04.02.2019

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die uns mit der Vertretung ihrer Stimmrechte beauftragt haben. Ergänzend zur Berichterstattung in den Medien hier ein Kurzbericht zur Siemens-Hauptversammlung am 30.01.2019, der unsere Sichtweise und Einschätzungen wiedergibt.

Wir haben gegenüber dem Siemens-Management aber auch in Pressemitteilungen, Interviews und Statements auf unserer Homepage angekündigt, auf der Siemens Hauptversammlung ein Zeichen zu setzen und den Vorstandsvorsitzenden nicht zu entlasten.
Dabei geht es
  • um den Umbau eines integrierten Industriekonzerns in eine Management-Holding,
  • um ein Wir-Gefühl,
  • um Steuerungskenngrößen, die im Kern innovationsfeindlich sind,
  • um Fusionen, die auf mehreren Ebenen zweifelhaft sind,
  • um falsche Positionierungen in der Energiewende,
  • um Personalabbau, der zwar aufgrund gut verhandelter Interessensausgleiche abgefedert ist, aber vermeidbar wäre.

Wir waren die Einzigen auf der Hauptversammlung, die das neue Siemens Financial Framework kritisierten. Wir waren auch die Einzigen, die nachfragten, was die McKinsey-Berater am Wittelsbacher Platz tun. Wir waren ebenso die Einzigen, die zum wiederholten Male die falsche Positionierung des Managements bei den großen Gasturbinen ansprachen. Vor uns waren alle Redner der Meinung, man würde große Gasturbinen nicht mehr brauchen. Solche Alleingänge bedürfen nicht nur gründlicher Vorbereitung, sie sind natürlich auch mit dem Risiko behaftet, dass man einen Fehler macht, der nicht von der "Schwarmintelligenz" freundlich überdeckt wird. Nachdem wir uns derart weit aus dem Fenster gelehnt hatten, waren wir natürlich erfreut, dass zwischenzeitlich auch Herr Kaeser in großen Gasturbinen einen Markt sieht. Und es hat uns natürlich auch gefreut, dass der Vorstandsvorsitzende zur Rede des Kollegen Tommy Jürgensen meinte: „Sie haben ja Recht.“ Unsere Reden können sie hier und hier nachlesen. 

Das angekündigte Zeichen, die Nichtentlastung des Vorstandsvorsitzenden, ist letztlich ungewöhnlich deutlich ausgefallen: 17.083.115 Stimmen haben die Entlastung verweigert. Das sind zwar nur 3,62 %, aber üblich sind 99-prozentige Zustimmungswerte. Das offizielle Ergebnis der Abstimmungen finden Sie hier.

Bei der diesjährigen Hauptversammlung waren 478 Mio. Aktien anwesend. Der Verein von Belegschaftsaktionären vertritt davon 1,48 Mio., das entspricht 0,3 %.

Eine Aufzeichnung der Rede des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorstandsvorsitzenden ist hier zu finden. Den Text der Rede von Hrn. Kaeser finden Sie hier.

Die Mitgliederversammlung hat am 29.11.2018 beschlossen, dass der Verein von Belegschaftsaktionären künftig auch die Aktienstimmen der Mehrheitsbeteiligungen vertritt (strategic companies). Wegen der dabei anfallenden zusätzlichen Kosten möchten wir Sie bitten, zu überlegen, ob Sie unseren Verein durch Ihre Vereinsmitgliedschaft unterstützen wollen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 20 Euro im Jahr und gibt uns die organisatorische Unabhängigkeit, die aus unserer Sicht unverzichtbar ist. Außerdem ermöglicht Ihre Mitgliedschaft eine Einflussnahme auf die Gestaltung der Vereinsarbeit, weil die Mitgliederversammlung das höchste Entscheidungsgremium ist. Zudem ist beabsichtigt, über unsere Web-Seite einen permanenten Dialog einzurichten, der es Mitgliedern ermöglicht, die Vereinspolitik unbürokratisch und aufwandsarm mitzugestalten. 

Mit freundlichen Grüßen

Signatur Vorstand

Verein von Belegschaftsaktionären in der Siemens AG, e.V.
c/o Ernst Koether, Bäckerstr. 37, 81241 München,
Telefon: 089/89670229, Fax: 03212/1239263,
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
WEB: https://www.unsereaktien.de/

 

Weiterführende Links
Mittagsmagazin von ARD und ZDF ab Minute 32:50
Notiz in BR24
Managerholding
Siemens Financial Framework
Weitblick ist nötig
Personalabbau-Umstrukturierung
Pressemitteilung Siemens-Alstom 
Gegenantrag
Rede Fembacher
Rede Jürgensen

   
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