04.11.2022

Am 27.10.2022 hat das Handelsblatt als Thema des Tages einen großen Bericht über das Siemens-Projekt „Marco Polo“ veröffentlicht. Danach will Siemens die Umsätze seiner wichtigsten Sparte „Digital Industries“ in China bis 2025 im Vergleich zu 2020 verdoppeln.

Siemens verspricht zwar, keine Jobs von Deutschland nach China zu verlagern, stattdessen sollen entsprechende Arbeitsplätze in China neu aufgebaut werden. Dabei geht es aber nicht nur um Fertigungen, sondern auch um Entwicklungs- und Ingenieurleistungen. Es soll in China praktisch eine komplette parallele Firma mit eigenem Headquarter entstehen.

Aus der Belegschaft hört man, dass in China zunächst der Bereich Motion Control parallel zu den deutschen Kapazitäten aufgebaut werden soll. Dazu finde bereits ein umfangreicher Know-how-Transfer, sogar von Software-Codes statt.
Damit würde ein erheblicher Teil der Kernkompetenz von Siemens nach China fließen.

Der Verein von Belegschaftsaktionären in der Siemens AG, e.V. hält dieses Vorgehen für äußerst problematisch.

Wir fordern den Siemens-Vorstand dringend auf, seine Absichten auf den Prüfstand zu stellen, insbesondere angesichts der aktuellen Diskussionen über die drohende Abhängigkeit von China.

   
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